Nachhaltigkeit und Lebensmittelverschwendung

Nachhaltige Entwicklung beschreibt ein Gleichgewicht zwischen dem Schutz und dem Verbrauch der Ressourcen der Erde, damit die Lebensgrundlage zukünftiger Generationen nicht zerstört wird. Es geht darum, Verantwortung für die Zukunft zu übernehmen, indem wir uns über die Konsequenzen unserer Lebensweise bewusst sind.

Überall auf der Welt sind Klimaveränderungen und Umweltprobleme offensichtlich. Lebensmittelverschwendung ist in den letzten Jahren ebenfalls zu einem vielbeachteten Thema geworden. Laut einer Studie der Welternährungsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) gehen mehr als ein Drittel aller produzierten Lebensmittel weltweit auf dem Weg “vom Acker zur Gabel” verloren.[1] Dies entspricht 1,3 Milliarden Tonnen Lebensmittel, die jährlich verschwendet werden. Das Paradoxe dabei: momentan ist jede achte Person weltweit von Hunger betroffen.

Die alltägliche Verschwendung von gutem Essen kostet die Erde viele wirtschaftliche und ökologische Ressourcen. Zum Beispiel werden knapp 30% der weltweiten landwirtschaftlichen Fläche verbraucht, um letzten Endes Lebensmittel direkt für den Müll zu produzieren.[2] Die jährlich verlorenen oder verschwendeten Lebensmittel sind zudem für 3,3 Milliarden Tonnen Treibhausgase verantwortlich und verbrauchen so viel Frischwasser, wie Europas größten Fluss, die Wolga, in einem Jahr hinunterfließt. Um dies etwas verständlicher zu machen: die Herstellung eines einzelnen Burgers verbraucht die Menge an Wasser, die einer 90-Minuten-Dusche entspricht.

Auch in Deutschland landen Massen von Lebensmitteln in der Tonne. Eine Million Tonnen sind es allein in der Gastronomie – wobei rund die Hälfte der dort anfallenden Abfälle vermeidbar ist.[3] Ein Großteil hiervon ist Essen, das schon zubereitet wurde. Was nicht verkauft wird und nicht bis zum nächsten Tag aufbewahrt werden kann, wird meistens weggeworfen. Und hier setzt Too Good To Go an. Damit Lebensmittelverschwendung Stück für Stück  – beziehungsweise Box für Box – gegessen ist. Durch die 1,5 Millionen Mahlzeiten, die so bereits gerettet wurden, konnten satte 2.500 Tonnen CO2 eingespart werden!

 

[1] Cederberg, Christel; Gustavsson, Jenny; Sonesson, Ulf; van Otterdijk, Robert; Meybeck, Alexandre (2011): Global food losses and food waste. Extent, causes and prevention. Studie im Auftrag der UNFAO. Rom. Onlinezugang: [http://www.fao.org/docrep/014/mb060e/mb060e00.pdf]

[2] FAO (2013): Food Wastage Footprint. Impacts on natural resources. Summary Report. Rom. Onlinezugang: [http://www.fao.org/docrep/018/i3347e/i3347e.pdf]. Das Video zur Studie: [https://www.youtube.com/watch?v=IoCVrkcaH6Q]

[3] ISWA Universität Suttgart (2012): Ermittlung der weggeworfenen Lebensmittelmengen und Vorschläge zur Verminderung der Wegwerfrate bei Lebensmitteln in Deutschland. Studie im Auftrag des BMEL. Onlinezugang: [http://www.bmel.de/SharedDocs/Downloads/Ernaehrung/WvL/Studie_Lebensmittelabfaelle_Langfassung.pdf?__blob=publicationFile]

 

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